Fürstenfeldbruck

Was geschieht mit dem Fliegerhorst FFB?

Mit dieser Frage hat sich eine Gruppe von 25 Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschülern des Viscardi-Gymnasiums Fürstenfeldbruck über eineinhalb Schuljahre hinweg von September 2014 bis Dezember 2015 im Rahmen eines P-Seminars beschäftigt.

Das P-Seminar ist eine mit dem „G8“ eingeführte Projektarbeit, bei der die Schüler in Zusammenarbeit mit externen Partnern gemeinsam zielgerichtet eine komplexe Aufgabenstellung bearbeiten. In diesem Fall stellten sich die Schüler die Aufgabe, einen Vorschlag für die Neubebauung des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck zu erarbeiten. Die Aufgabenfindung erfolgte im Rahmen des von den Seminarlehrkräften vorgegebenen Leitthemas „nachhaltige Stadtentwicklung auf der Grundlage eines städtischen Entwicklungsgebietes“.

Um sich zu informieren und auf ihre Aufgabe vorzubereiten, besuchten die Schülerinnen und Schüler verschiedene dem weiten Feld der nachhaltigen Stadtentwicklung zugeordnete Vorträge in Fürstenfeldbruck und München. Daraufhin erarbeiteten sie in zwei separaten Arbeitsgruppen jeweils einen Stadtteilplan, wie in ihrer Zielsetzung formuliert, für einen „nachhaltigen Selbstversorgerstadtteil unter Berücksichtigung sozialer, ökonomischer und ökologischer Faktoren“. Dabei gingen sie meist arbeitsteilig vor: Einzelne Schülerinnen und Schüler bereiteten Teilgebiete vor, indem sie Recherchearbeiten sowohl digital als auch vor Ort durchführten, und präsentierten der Gruppe ihre Ergebnisse in einwöchig abgehaltenen Treffen.
Die Ergebnisse der jeweils anderen Gruppe blieben unbekannt, sodass sich zwei voneinander unabhängige Ideen ergaben, die jedoch durchaus einige Dinge gemeinsam haben. So entschieden sich beide Gruppen für einen autofreien Stadtteil, wobei ein vorrangig für die Anwohner zur Verfügung stehender Fahrrad- und Fahrradanhängerverleih das Fehlen von PKWs ausgleichen soll.

Eine Gruppe schlug zudem eine innerstädtische Seilbahn mit Gondeln, welche Knotenpunkte innerhalb des Stadtteils miteinander verbindet, als innovative Nahverkehrslösung vor (solche Transportsysteme sind in einigen Großstädten – wie beispielsweise La Paz - weltweit schon verwirklicht). Auch zur Müllentsorgung lieferte eine der Gruppen eine neuartige Idee: Das sogenannte Envac-System, welches bereits in einigen europäischen Städten, z.B. Stockholm, aber auch kleinräumig weltweit eingesetzt wird. Hierbei erfolgt die Müllentsorgung im Stadtteil über nach Wertstoffen getrennte Mülleimer, die an ein unterirdisches System angeschlossen sind, das mithilfe Unterdrucks den Müll zu einer zentralen Sammelstelle leitet.

Das Projekt endete mit einer Konzeptpräsentation am 18.12.2015, bei der die Schüler ihre Ergebnisse anhand selbstgebauter bzw. selbsterstellter, animierter (Computer-)Modelle einem interessierten Publikum vorstellten. Anwesend waren unter anderem der zweite Bürgermeister Erich Raff, die dritte Bürgermeisterin Karin Geißler sowie Mitglieder der „Fliegerhorst-Konversion“ Fürstenfeldbruck, Sabine Wildmann und Projektleiter Serge Schimpfle (das Projekt der „Fliegerhorst-Konversion“ setzt sich „mit der Wiedernutzbarmachung der bisher militärisch genutzten Flächen für zivile Nutzung“ auseinander). Die Gäste zeigten sich beeindruckt von den Ideen der Schüler; die Ergebnisse werden auf der städtischen Informations-Webseite der Konversion, die sich derzeit noch in der Erstellungsphase befindet, veröffentlicht.


Stadt FFB | Bei uns veröffentlicht am 16.02.2016


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