Fürstenfeldbruck

Polizei warnt vor Kräutermischungen

Sie werden unter scheinbar harmlosen Bezeichnungen wie „Badesalz“, „Lufterfrischer“ oder „Kakteendünger“ und „Spice“ im Internet angeboten und haben doch eine fatale Wirkung. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um sogenannte „Neue psychoaktive Substanzen“ deren Inhaltsstoffe und Wirkung kaum berechenbar sind. Sie werden in bunten Tütchen mit witzigen Namen und Bildchen angeboten und sollen gerade bei den jugendlichen Konsumenten den Eindruck erwecken, als seien sie legal und harmlos.

Tatsächlich werden die Mischungen meist im asiatischen Raum in abenteuerlichen Garagenlabors halbsynthetisch oder vollsynthetisch hergestellt und via Internet in Europa zum Kauf angeboten. Was in den Mischungen tatsächlich drin ist und wie der Cocktail aus Chemikalien wirkt wissen selbst die Hersteller nicht.

In Deutschland gab es bereits mehrere Todesfälle, meist Jugendliche, die das Zeug einfach mal ausprobieren wollten und geglaubt haben, dass es ja nur harmlose Kräutermischungen seien. Immer häufiger wird von regelrechten Horrortrips, Wahnvorstellungen und massiven Depressionen bei jugendlichen Konsumenten berichtet. Krankenhäuser bekommen immer häufiger junge Konsumenten mit massiven Herz-Kreislaufstörungen zur Behandlung.

Die Brucker Polizei verzeichnet auch im Landkreis einen massiven Anstieg der Fallzahlen und immer häufiger werden bei Kontrollen diese Kräutermischungen sichergestellt. Auch wenn die Hersteller mit immer neuen Rezepturen versuchen das Betäubungsmittelgesetz zu umgehen, sind diese Mischungen durch das BtMG oder das Arzneimittelgesetz doch illegal.

Der unbedarfte Umgang vieler Jugendlichen, sowie die unberechenbare und verheerende Wirkung der Mixturen bereitet der Polizei allergrößte Sorge.

Eltern sollten bei ihren Kindern auf den Besitz dieser bunten Tütchen achten und hellhörig werden, wenn sie Wesensveränderungen bei ihren Kindern feststellen. Der Konsum dieser angeblich legalen Mischungen ist wie Russisch Roulett, nicht zu Schaden zu kommen ist reine Glückssache.

Informationen und Beratung können sich Eltern und Jugendliche z.B. bei PROP e.V., Caritas und der Polizei holen.



Polizei Fürstenfeldbruck | Bei uns veröffentlicht am 19.02.2016


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